Linke SchülerInnen Aktion |
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Selbstdarstellung |
Die Linke SchülerInnen Aktion, die (relativ autonom arbeitende) SchülerInnengruppe der JD/JL, ist das Forum aller InteressentInnen für diesen Bereich. Unsere Treffen lassen Platz für Diskussionen, Anregungen und Aktionen. So führen wir z.B. seit Jahren regelmäßig öffentliche Zeugnisverbrennungen anlässlich der Zeugnisausgabe durch. Wir werden Euch hier einige unserer Positionen vorstellen:
Noten abschaffen!Noten umgibt eine Aura der Objektivität. Von ihnen wird behauptet, die Leistungen
einer Schülerin/eines Schülers zu messen und sie vergleichbar zu machen mit der anderer
SchülerInnen. Noten sind immer abhängig von dem, der sie gibt. Vor allem in Hinsicht auf die Forderung, daß gegebene Noten immer auch einen Durchschntt repräsentieren sollen - also alle Noten von eins bis sechs in einer Klasse "gewünscht" sind ... ! Noten sind ein Druckmittel der Lehrenden und dienen der Disziplinierung von SchülerInnen. Sie bewerten nicht das Lernen, sondern rufen stures Pauken hervor. Noten sind ein Faktor, mit dem das Leistungsprinzip in der Schule hervorgerufen wird. Sie belohnen Konformität und sichern die schulische Hierarchie ab.Noten als Notwendigkeit zu bezeichnen, heißt Leistungsdruck und Konkurrenz als gegeben zu akzeptieren und zu unterstützen.
WertedebatteSeit einiger Zeit geistert die Wertedebatte durch das Land. Es wird behauptet, daß Selbstbestimmung Unsinn sei und stattdessen Werte wie Fleiß, Ordnung, Leistung, Ausdauer, Heimatliebe, Kameradschaft und Anerkennung von Autorität der Jugend vermittelt werden müssen. Diese Einschätzung führt zu einem Zurückdrängen der Reformen der 70er Jahre und macht die Debatte so relevant für den Schulbereich. So gelten selbstbestimmtes Lernen und Emanzipation als die bestimmenden Elemente des angeblichen Werteverfalls. Werte, die ursprünglich emanzipatorisch besetzt sind, werden zunehmend von reaktionären Kreisen vereinnahmt. So ist es nach herrschender Meinung heutzutage "solidarisch", wenn wir uns selber arm machen und "alle den Gürtel noch etwas enger schnallen". Jedoch: "Werte" wie demokratie und Solidarität, wie wir sie meinen, können nur durch eine von Grund auf demokratische Schule in einer demokratischen Gesellschaft vermittelt werden - und veraltete Werte brauche wir nicht zum Leben!
Für eine demokratische Schule!Die existierende Schule ist ein weitgehend demokratiefreier Ort. Sie ist geprägt von Hierarchien und demokratiefeindlichen Strukturen, die durch das dreigliedrige Schulsystem noch befördert werden. Die derzeitige Situation in den Schulen ist auch geprägt von einer völlig undemokratischen "Mitbestimmung". In allen Entscheidungsebenen sind SchülerInnen, wenn sie denn überhaupt Stimmrecht haben, massiv unterrepräsentiert. Diese Gremien selbst haben als Mitbestimmungsgremien der Schule aber auch nur geringste Kompetenzen und sind nur für Kleinigkeiten zuständig. Entscheidungen über Lernformen, Inhalte oder die Wahl zur Schulleitung stehen ihnen nicht zu. Die Linke SchülerInnenAktion (LiSA) trifft sich alle zwei Wochen in der ungeraden Kalenderwoche sonntags um 18:00 Uhr in den Räumen der JungdemokratInnen/Junge Linke in der Kopenhagener Str. 47 in Berlin-Prenzlauer Berg (S/U Schönhauser Allee). Einfach vorbeikommen und mitdiskutieren. |
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Seite erstellt am: 13.06.98 | last modified: |
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