1:Wenn Du nicht lieb bist ...

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... gibt's was auf die Fresse!

Warum Kinder erziehen zum Kotzen ist.

 

Ohne Zweifel: Kinder sind Monster! Immer darauf lauernd gestandene Erwachsene in einem schwachen Moment fertigzumachen. Nebenbei zetteln sie wahrscheinlich auch noch Kriege an, vergewaltigen ihre Eltern, stecken Flüchtlingsheime in Brand - neben den Flüchtlingen selber - und und und... In ihrem ureigensten Interesse müssen sie daher indoktriniert, äh erzogen werden. Auch Linke mischen bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit, immer in der Hoffnung, die Welt irgendwie zu verbessern, sich eine Generation von Superrevolutionären heranzuzüchten. Zugegeben, für mich hat der Begriff "Erziehung" etwas von einem Gewaltverhältnis - erinnert irgendwie so an ziehen, zerren...

Erziehung beschreibt denn auch den Versuch, meist Jüngere, Schwächere ("Zöglinge") durch allerlei List und Tücke in ihrem Verhalten zu ändern, weil mensch sie nicht so erträgt, wie sie sind. Dies geschieht zum einen durch Belohnung und Bestechung, zum anderen durch Erpressung und Bestrafung. Erziehung findet nicht bei jeder Art von Beeinflussung oder Lernprozessen statt, sondern nur da, wo es ein Erziehungssubjekt und ein Erziehungsobjekt gibt, eineN, der/die das Erziehungsziel festlegt und eineN, der/die zu spuren hat (letztlich auch bei sogenannter "antiautoritärer Erziehung").

Das Kind als Roboter, unfähig von selbst etwas zu lernen oder etwas beigebracht kriegen zu wollen.

WissenschaftlerInnen sehen das anders. Sie unterscheiden zwischen funktionalem und intentionalem Lernen. Funktionales Lernen ist das Lernen aus eigenem Interesse. Jedes Kind lernt auch ohne prügelnde Eltern sprechen und möchte lesen und schreiben lernen. Intentionales Lernen kann zum einen Erziehung sein, zum anderen einfach nur Aufklärung anderer Leute.

"Aber was ist, wenn mein Kind von sich aus gar nicht das lernen will, was ich wichtig finde?"

Gerade Linken scheint die Vorstellung, ihr Kind könnte mal Bulle werden oder gar Soldat, unzählige schlaflose Nächte zu bereiten. Doch Dinge wie Toleranz, Friedensliebe und freie Meinungsäußerung sind ja nichts, was mensch erst eingetrichtert werden müßte. Falls ich sie nicht ständig von irgendwelchen Gutmenschen wie z.B. Eltern gepredigt bekäme und falls diese nicht selber irgendwelche Totschläger oder Schädeleinrammer sind, fiele es mir um so leichter, sie zu leben.

"Und was, wenn Klein Fritzchen mal wieder einen Freiflug aus dem Fenster plant? Oder so mir nix, dir nix auf der Straße spielen will?"

"Moderne" ErzieherInnen werden nicht müde, u.a. Straßenverkehrserziehung zu fordern, was komischerweise oder verständlicherweise (Schließlich soll ja Verbotenes erst so richtig Spaß machen!) die Kiddies nicht daran hindert, immer wieder zwischen den Autos rumzuhüpfen. Die selbsternannten MenschenverbesserInnen sind wahrscheinlich auch noch nie auf die Idee gekommen, daß es auch für viele Erwachsene konkrete Gefahrensituationen gibt, aus denen andere Menschen sie retten müssen oder in denen sie ganz einfach auf Hilfe und Aufklärung angewiesen sind. Bei Kindern könnte das heißen, in einem ruhigen Moment zu erklären, warum es nicht gerade lustig ist, unter einem fahrenden Auto zu liegen.

Was einE waschechteR ErzieherIn ist, der/die gibt natürlich nicht so schnell auf. Zu irgendwas muß Erziehung ja gut sein, und sei es nur als Möglichkeit, sich irgendwo auszutoben... Stimmt genau, Kinder lernen die Mittel der Erziehung: Machtausübung, Erpressung,...
Ansonsten scheitert Erziehung aber eher am sogenannten pädagogischen Gegenteilseffekt. Das Gegenteil von dem zu tun, was Mami und Papi wollen, bietet die einzige Möglichkeit für das Kind, selbst zu entscheiden. Der Gegenteilseffekt wird heutzutage durch "demokratische" Erziehung etwas abgemildert (sprich: es wird nicht mehr ganz so schnell drauflosgeprügelt). Allerdings kriegt auch das demokratisch erzogenste Kind irgendwann spitz, was Mami und Papi wollen und reagiert mit Wut, Trotz,...

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Nun stehen in der BZ ja immer wieder nette Geschichten à la "Neunjähriger erschlägt Oma mit Beil".

Auch wenn jedeR echteR LinkeR weiß, daß daran die "böse Gesellschaft" schuld ist, so muß mensch dagegen doch erzieherisch vorgehen, oder nicht?
Mal abgesehen vom wahren Hintergrund, den uns die BZ leider nicht erzählen will, von den verschiedenen Ursachen, von denen Erziehung eben auch eine sein kann, so hätte die Oma alles Recht der Welt, zur Not dem süßen Kleinen eine mit der Krücke überzubraten. Es gibt einen kleinen, aber feinen Unterschied zwischen erzieherischen Grenzen, die ich anderen Menschen setze (angeblich zu derem Besten - wie auch die Deutschen, Briten, Franzosen und andere mal im Interesse der von ihnen kolonialisierten Völker zu handeln meinten) und Grenzen, die ich setze, um mich meiner Haut zu wehren.

Viele meinen, daß ohne Erziehung Kinder nur so mit Spinat um sich schmeißen.
Wie wahr, was ich von Kindern erwarte, wie ich sie behandle (z.B. als Spinatmonster), so verhalten sie sich mir gegenüber. Die von den Erwachsenen erzeugte Gegenwehr wird nur zu gerne als "natürliche" Aggression der Kinder ausgelegt. So schafft mensch sich "Beweise", warum Kinder erzogen werden müssen.

Motte

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