Sprengung des vom Stein-Denkmals |
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21.05.98, Berlin Unter den Linden |
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Flugblatt Öffentliche Bekanntmachung: Denkmalsprengung
Der Senat hat beschlossen: 13 Uhr 15 wird im Rahmen der Modernisierungsinitiative das Freiherr-vom-Stein-Denkmal einer öffentlichen Sprengung unterzogen. Im Zuge der neuen deutschen Außenpolitik ist die Ästhetisierung von historischen Kriegergestalten nicht mehr das adäquate Instrument, der Bevölkerung die glorreichen Leistungen der Bundeswehr nahezubringen. An Stelle des konservativen Militärreformers, dessen einzige Leistung die zwangsweise Einführung der allgemeinen Wehrpflicht war, scheint deshalb ein Monument für den Kriegsminister der Einheit Volker Rühe zeitgemäßer. Um der Berliner Bevölkerung militärisches Gedankengut nahezubringen, reichen in Anbetracht der Auslandseinsätze der Bundeswehr öffentliche Gelöbnisse nicht mehr aus. Wir bitten Sie deswegen um Verständnis für die Ruhestörungen in den nächsten Stunden. Die deutsche Hauptstadt Berlin lebt von der Initiative der Menschen, die in ihr leben. Es wäre also wünschenswert, wenn Sie die Modernisierungsinitiative des Berliner Senats auch zum Zeitpunkt des Gelöbnisses, am 10. Juni vor dem Roten Rathaus, in die Öffentlichkeit tragen und sich somit gegen die veralteten Militärrituale engagieren. Diese Initaitive wird gefördert durch JungdemokratINNen/Junge Linke. Presse-Erklärung
Am kommenden Donnerstag führen die Berliner JungdemokratInnen eine öffentliche Sprengung des Freiherr-vom-Stein-Denkmals durch. Mit dieser Aktion protestiert der parteiunabhängige Jugendverband gegen die Militarisierung des öffentlichen Raumes und das für den 10. Juni geplante Gelöbnis vor dem Roten Rathaus. am Donnerstag, den 21, Mai um 13 Uhr 15 am Freiherr-vom-Stein-Denkmal neben der Schloßbrücke "Mit dieser Aktion protestieren wir gegen die Militarisierung des öffentlichen Raumes. Mit Kriegerdenkmälern, Aufmärschen, Kapellen-Konzerten und öffentlichen Gelöbnissen versuchen die Militärs, die Städte zu prägen. Mit militärischen Vorbildern, wie jenes von Freiherr vom Stein, der 1814 die allgemeine Wehrpflicht durchsetzte und die preußische Armee 'modernisierte', legitimiert sich noch heute die Bundeswehr. Wir wollen verhindern, daß Armeen und insbesondere die BW in der Bevölkerung eine höhere Akzeptanz verschaffen. Wir setzen uns für ein ziviles Stadtbild ein, wo auf Kriegshelden und öffentliches Säbelrasseln verzichtet wird.", begründete Carsten Dannel, Sprecher der JungdemokratInnen/Junge Linke die Aktion. Presse Neues Deutschland vom 22.05.Stein-Denkmal "gesprengt"(ADN). Mit einer symbolischen Sprengung des Freiherr-vom-Stein-Denkmals an der Schloßbrücke in Mitte habenJungdemokratInnen/Junge Linke gestern gegen das geplante öffentliche Gelöbnis in Berlin protestiert. Das Standbild des Militärtheoretikers wurde mit Wasser besrüht. Das ursprünglich für den 13.August vor dem Roten Rathaus geplante Gelöbnis der Bundeswehr war nach heftigen Auseinandersetzungen über den Termin auf den 10. Juni vorverlegt worden. taz, die tageszeitung vom 22.05.Symbolische Sprengung gegen BW-Gelöbnis-gleicher Text- ADN |
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